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„Da hast Du die Arschkarte gezogen….“

19. November 2017 - 7:18

Verzeihen Sie bitte, das ist ein Zitat. Von einer Führungskraft.

„Na, ja.“ werden Sie vielleicht jetzt denken, „hin und wieder stimmt das ja.“

Einverstanden. Hin und wieder.

Haben Sie die Risiken und Nebenwirkungen im Blick, wenn Sie das sagen?

Versetzen Sie sich einmal in die folgende Situation:

Sie sind in einem Führungskräfte-Seminar. Ihre Aufgabe besteht darin, im Rahmen einer Selbstreflexion etwas zu erarbeiten. Anschließend präsentieren Sie Ihr Ergebnis in einer Kleingruppe und lassen sich von Ihren beiden anderen Kollegen – die die gleiche Aufgabe bereits erledigt hatten – Rückmeldungen geben. Das dient als Unterstützung für Ihren Lernprozess.

Jetzt stellen Sie sich vor, einer der beiden anwesenden Trainer kommt zu Ihrer Kleingruppe.

Wie erleben Sie das? Wie denken Sie darüber?

Ist das aus Ihrer Sicht Kontrolle? Oder ein Unterstützungsangebot.

Und wenn jetzt einer Ihrer Mitstreiter der Kleingruppe zu Ihnen sagt:

„Jetzt hast du die Arschkarte gezogen.“

Wie geht es Ihnen da?

Genau so spielte es sich in einem Seminar ab. Und ich wiederhole, der Satz kam von einer Führungskraft.

Gut, der Satz sagt etwas über die innere Einstellung dieser Führungskraft zu dieser Lernsituation, insbesondere zur Unterstützung durch den Trainer.

Wie aber, so lässt sich fragen, unterstützt diese Führungskraft die Lernprozesse ihrer Mitarbeiter. Inwieweit nimmt sie diesen Teil der Führungsrolle aktiv und fördernd wahr?

Welches Vorbild für Lernen stellt diese Führungskraft wohl dar?

Deswegen ist Selbstreflexion, unter Umständen unterstützt durch einen Coach, so wichtig für heutige Führungskräfte.

Nur dann können Sie Ihrer Führungsverantwortung auch wirklich gerecht werden.

 

 

 

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