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Expertenwissen von Trainern - Moderne Mitarbeiter sind Co-Unternehmer

24. Oktober 2016 - 16:34

"Agile Führung" - das Stichwort ist ebenso populär und inflationär in Gebrauch wie "Industrie 4.0". Und so wird munter drauflosdiskutiert, wie Führung aussehen soll, damit Unternehmen flexibel, dynamisch, anpassungsfähig sind. Von dem "richtigen Führungsstil" ist da ebenso die Rede wie von "der Abschaffung von Führung".

Lassen Sie uns klarstellen: EINEN Führungsstil, mit dem allen Anforderungen im unternehmerischen Alltag entsprochen werden konnte, gab es nie. 

DIES IST UNSERE TIEFSTE ÜBERZEUGUNG!

Natürlich, jede Führungskraft mag Präferenzen haben, die aus der Persönlichkeit, der Überanpassung an Vorbilder oder der Sozialisierung stammen. Jede diese Führungskraft hat jedoch ein Verhaltensrepertoire für unterschiedliche Situationen.

Agile Führung ist kein Führungsstil. Wenn man unter "Führungsstil" ein langfristiges, von der Situation unabhängiges Verhaltensmuster versteht, dann passt es einfach nicht mit "agiler Führung" zusammen, denn da geht es eben um an die Situation angepasstes Verhalten. Sonst hätte tatsächlich die Führungskraft nur den metaphorischen Hammer als Werkzeug. (Wer nur einen Hammer als Werkzeug hat, für den ist jedes Problem ein Nagel.)

Agile Führung kann ich nicht gleichgesetzt werden mit dem Konzept der "Situativen Führung" von (Hersey und Blanchard, 1985), gleichwohl kann dieses Konzept als Kern agiler Führung angesehen werden. Denn es bezieht den "Entwicklungsgrad" des Mitarbeiters in Bezug auf eine konkrete, durch den Mitarbeiter zu erledigende Aufgabe mit ein. Und da ist es doch trivial festzustellen, dass kein Mitarbeiter für ALLE im zugeordnete Aufgaben ein hohes Knowhow und hohes Engagement mitbringt (das sind die beiden bestimmenden Parameter für die Feststellung des individuellen Entwicklungsgrades). Insofern entspricht dieses Konzept auch der in der agilen Welt erforderlichen Entwicklungsorientierung der Führungskräfte.

Die Diskussion, ob "Situatives Führen" oder "Transformationales Führen" (M.Bass 1985) das erfolgreichere Konzept sei, ist nichts Anderes als müßig. Agile Führung braucht AUCH die Fähigkeit der Führungskräfte, auf den Bezugsrahmen, also die Denkweise und die damit verbundene innere Einstellung des Mitarbeiters einwirken zu können. Eine Führungskraft braucht beides.

In dem Vortrag "Moderne Mitarbeiter sind Co-Unternehmer" zeigen wir auf, wie dass in der agilen Welt erforderliche Engagement der Mitarbeiter entsteht und welche Anforderungen daraus für agile Führung abzuleiten sind.

Und lassen Sie uns klarstellen: Helmut Schmitt (ehemaliger Bundeskanzler) taugt nicht als Zeuge für all jene, die gegen Arbeit mit Visionen sind. "Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen." Ja, so hatte er es gesagt. Helmut Schmitt selbst kommentierte dieses Zitat 2010 so: "Es war eine pampige Antwort auf eine dusselige Frage."

Nehmen Sie sich als Zeit für einen Vortrag, der Ihnen zeigt, was ein Co-Unternehmer ist und wie Sie Mitarbeiter aller Ebenen zu Co-Unternehmern machen.

Zum Video geht es hier.

 

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