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Niemand will Ihnen Zeit stehlen. Viele tun es dennoch.

10. Januar 2018 - 18:46

Sind Sie teamorientiert?

 

Na, die Frage kann ich mir eigentlich schenken. „Na klar!“ hör ich Sie sagen, mit dem Unterton „blöde Frage….“.

Natürlich sind Sie teamorientiert. Und Sie erwarten Teamorientierung von Ihren Mitarbeitern. Oder den Kollegen.

Einzelkämpfer? Etwas Schlimmeres kann man doch jemandem heute kaum vorwerfen.

Und so kommt auf leisen Sohlen und unbemerkt der Zeitdiebstahl angeschlichen.

Sie könnten ihn sofort erkennen, wirklich sofort.

 

Setzen Sie die Teamorientierungs-Brille ab und ….. da ist er, lächelt sie freundlich an.

Und sagt:

Hast du mein n Moment Zeit?

Oder:

Du, ich hab ne Bitte.

Oder:

Kannst Du mal kurz…..

Oder:

Du ich habe n Problem.

Oder:

Ich brauch grad mal Deine Hilfe.

 

Ihre Teamorientierungs-Stimme antwortet sofort mit   „  ……………………  “

Welcher Satz kommt Ihnen sofort in den Sinn? Ja, was sagen Sie in solchen Momenten?

Laufen Sie mit wehenden Fahnen in die Zeitdiebstahls-Falle?

 

Bitte! Unterstellen Sie niemandem, er würde Ihnen Ihre Zeit absichtlich entwenden. Nein, keinesfalls.

Es geschieht aus Unwissenheit.

 

Ihre Konzentrationsfähigkeit und damit auch Ihre Effektivität leidet bei Unterbrechungen. Das wissen viele nicht, Sie vielleicht auch nicht.

 

Wie sehr Ihre Effektivität leidet, ist abhängig von der Dauer der Unterbrechung.

 

Fall 1: Kurze Unterbrechung - Sie finden nach der Unterbrechung wieder sehr schnell zurück zur der Konzentration, die Sie vor der Unterbrechung hatten.

Fall 2: Lange Unterbrechung - Sie brauchen nach der Unterbrechung deutlich länger, bis Sie sich wieder in die vorherige Aufgabe eingedacht haben und wieder zurückfinden auf Ihr ursprüngliches Konzentrationsniveau vor der Unterbrechung.

 

Wenn Sie also aus falsch verstandener Teamorientierung Ihre Arbeit sofort stehen und liegenlassen, wenn jemand sie um Unterstützung bittet, sinkt Ihre Konzentration und damit Ihre Effektivität. Es kostet Ihre Zeit!

 

Drei Schritte gegen Zeitdiebstahl:
 

  1. Halten Sie Unterbrechungen so kurz wie möglich.

 

  1. Wenn jemand Sie unterbricht, um Sie um Unterstützung zu bitten, fragen Sie nach dem Ziel der Person, bevor Sie ja sagen. Dann können Sie entscheiden, ob es wirklich dringend ist und jetzt sein muss. Kann ja sein. Dann ist auch eine längere Unterbrechung unvermeidbar.

 

  1. Planen Sie Ihre Tätigkeiten. Vergessen Sie dabei nicht, auch Freiräume einzuplanen. Dann wissen Sie, wann Sie sich um die Frage/das Problem kümmern können, für das Ihr Kollege Sie um Unterstützung bittet. Das gilt auch für Ihren Chef. Na klar. Kann aber schwieriger sein.

 

 

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