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Vom Irrgarten des Glücks und der Verantwortung der Führungskräfte

17. Juli 2017 - 15:17

Irgendwann mussten auch die Ergebnisse der Glücksforschung in die Führungswelt überschwappen.

Der Zusammenhang ist ja prickelnd einfach: Glück führt zu Engagement, führt zu Erfolg, führt zu Glück.

Nebenbei ist man dann auch noch produktiver. 

Als Beleg kann dann auch noch Konfuzius herangezogen werden: "Wenn Du liebst, was Du tust, wirst Du nie mehr arbeiten."

Eingänge in Irrgärten sind leicht zu finden, sie sind mit einfachen Worten gekennzeichnet. Das gilt auch für sprachliche Irrgärten. 

"Glücksforschung: Wege zu mehr Zufriedenheit" so der Titel eines Artikels in einer deutschen Zeitschrift.

Und schon haben wir uns verlaufen, ohne es zu merken. Beim Lesen des Titels bereits. Oder haben Sie sich schon einmal gefragt, ob Glück und Zufreidenheit das Gleiche ist? Sie können sich diese Frage auch jetzt stellen.....

Nein, es ist nicht dasselbe!

Und jetzt machen wir noch Führungskräfte dafür verantwortlich, dass Mitarbeiter glücklich sind. Ja, geht's noch? Geht die Fürsorgepflicht der Vorgesetzten so weit, dass sie auch noch für das Glück der im Unternehmen arbeitenden Menschen Verantwortung tragen? 

Man könnte das meinen. Oder wie ist die Idee zu verstehen, einen Chief Happiness Officer (CHO) auf Vorstandebene zu installieren? Gibt's wirklich, echt. Googeln Sie mal.

Liebe Führungskräfte, Berater und Trainer:

Hören Sie bitte auf, die Menschen, die in den Unternehmen arbeiten, zu entmündigen! 

Hören Sie auf dem Trend folgen, diesen Mitarbeitern alle Verantwortung für Ihre innere Haltung abzunehmen.

Hören Sie auf, die dysfunktionalen Glaubenssätze, die abwertenden Generalisierungen und sonstige, die EIGENE Zufriedenheit verhindernde Einstellung gegenüber den Organisationen und deren Führungskräfte als Anlass zu nehmen,  alle Verantwortung dem Unternehmen zuzuweisen!

Ja, Führungskräfte sollten wissen, was Wertschätzung wirklich ist.

Sie sollten wissen, wie wichtig professionelles Feedback ist, das die Entwicklung von Mitarbeitern unterstützt und fördert.

Sie sollten wissen, wie wichtig das Gefühl der Selbstwirksamkeit für uns Menschen ist und wie sich das auf Arbeitszufriedenheit auswirkt.

Ja, Führungskräfte brauchen mehr Sozialkompetenz (das lässt sich pauschal feststellen, auch wenn Ausnahmen die Regel bestätigen).

In unseren dynamischen Welt ist allerdings aus unserer Sicht die Stärkung der Selbstverantwortung der Mitarbeiter ein Muss. Die Mitarbeiter warten darauf.

 

 

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