Wer wir sind
und wie wir ticken

Portrait Dieter Winkler

Portrait Dieter Winkler

ES WAR EINMAL ……ein kleiner Junge, für dessen Eltern es sehr wichtig war, dass er brav ist, es allen recht macht und als Berufsziel später einmal die sichere Laufbahn eines Beamten einschlägt. Hat nicht wirklich funktioniert. Stattdessen eine stetig wachsende innere Rebellion meinerseits. Beamter wollt ich nun wirklich nicht werden!.

Muhammad Ali, alias Cassius Clay, dessen Persönlichkeit für mich als Jugendlicher etwas charismatisches hatte, gab meiner inneren Haltung wunderbar Ausdruck, als er einmal sagte (zumindest wird es ihm zugeschrieben):

„Ich möchte nicht, dass ihr mir sagt, wie ich sein soll.
Ich habe die Freiheit, der zu sein, der ich sein möchte“.

Darin liegt, so glaube ich, meine innere Motivation, dass ich mich nach dem Studium der Mathematik und 10 Jahren Industrieerfahrung in der IT Branche relativ früh selbständig machte. An der Schwelle stehend, machte ich die ersten Schritte in der Selbständigkeit, mühsam und ungewiss. Aber ich war (und bin es bis heute) verdammt lebendig. Ich habe gelernt, die Angst nicht beiseite zu schieben; sie ist kein Fehler und keine Schwäche. Sie besitzt große Intelligenz und Kraft. Heute umarme ich meine Lebenserfahrung.

Sprung und Bruch damals auch in meinen beruflichen Inhalten; die Fach-Logik interessierte mich immer weniger. Was zwischen Menschen (zusammenarbeitend im beruflichen Kontext) „passierte“ und welche Psycho-Logik „dahinter steckte“ – das war es, was mich anzog und was ich spannend fand, zu erfahren. Aus dieser Faszination resultierten viele Aus- und Weiterbildungsschritte auf diesem Terrain. Dabei habe ich gelernt, dass es wichtig ist, den Menschen in seinem Kontext zu sehen und zu verstehen. Dazu braucht es Neugier und Empathie, Fähigkeiten, die mir durch die elterliche Erziehung mitgegeben wurden.

Nun musste ich noch lernen, professionelle Distanz zu wahren, um als Coach und Trainer auch rollengerecht agieren zu können. Schließlich besteht immer die Gefahr, mit seinem Kunden eine symbiotische Beziehung einzugehen, was dem Kunden nicht hilft und ihn nicht weiterentwickelt. Ich mag es, Menschen dabei zu unterstützen, sich zu reflektieren und die in ihnen liegenden Potenziale neu zu entdecken und zu entwickeln. Dabei bin ich wertschätzend und traue mich auch, unbequem zu sein. Das ist für mich seit mehr als 25 Jahren eine spannende und erfüllende Aufgabe, der ich im Rahmen großer Projekte und Managementtrainings zu den unterschiedlichsten Themen und in mannigfaltigen Hierarchien europaweit nachgegangen bin.

Vor 15 Jahren habe ich Hans Habegger getroffen; irgendwie sowas wie ein alter ego. Vor zwei Jahren die Entscheidung, eine Firma zu gründen und es gemeinsam noch mal anzugehen.

Mit 60 hat man noch Träume – oder so ähnlich...

Habe ich eigentlich erwähnt, dass ich fließend spanisch spreche?

Spanien ist so etwas wie ein zweites Heimatland und war viele Jahre  Lebensmittelpunkt mit meiner Familie. Die Liebe zu diesem Land habe ich bereits mit 24 Jahren entdeckt.

Rotwein, Tapas, großartige Landschaften (eigene Fotoausstellungen gemacht),  Lebendigkeit und ständiges kommunizieren. Dazu, im Süden ein geradezu impressionistisches Licht, das mich fasziniert und berührt.

Ach ja und noch etwas ….

Was ich nicht geschafft habe: ein Gespräch mit Romy Schneider über das Leben.